29. April 2021 - Newsletter

SHS-Serie: Meilensteine der Medizin: Folge 2

Zahnarzt-Termin vor 14000 Jahren
Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt gehört für uns zu den selbstverständlichen Gesundheitsroutinen im Jahreslauf, auch wenn nicht jeder Termin auf dem Behandlungsstuhl gleich angenehm ist. Aber wir sollten nicht klagen, sondern uns privilegiert fühlen, das zeigt ein Blick in die Geschichte der Zahnmedizin. Die beginnt vor rund 14000 Jahren in einer Felsenhöhle bei Sovramonte, zwei Autostunden südlich von Bozen. Dort wurde einem männlichen Patienten ein kariöser Backenzahn mit einer spitzen Steinklinge behandelt. Eine dentalmedizinische Meisterleistung für diese Zeit. Derselbe Eingriff ist 5500 Jahre vor Christus auch in Pakistan belegt. In Dänemark wurde ein Backenzahn aus der Jungsteinzeit gefunden, der sogar angebohrt wurde.

 

Erste Zahnfüllungen im 7. Jahrhundert
Man geht davon aus, dass die allerersten zahntechnischen Arbeiten von den Etruskern und Phöniziern um die Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. durchgeführt wurden. Die ersten Amalgamfüllungen wurden, man glaubt es kaum, im 7. Jahrhundert in China vorgenommen. Die ersten Goldfüllungen wurden wohlhabenden Patienten vermutlich im 14. oder 15. Jahrhundert eingesetzt; ein enormer Fortschritt, wenn auch bestimmt nicht schmerzfrei. Wer sich kein Gold leisten konnte, musste mit Blei vorliebnehmen. Blei heißt auf Lateinisch Plumbum, und daraus ist dann das Wort Plombe geworden, das wir noch heute benutzen.

 

Schwedische Revolution: Das erste Titan-Implantat
Von der ersten Goldfüllung im Spätmittelalter bis zum ersten Zahnimplantat sollten nochmal fast 400 Jahre vergehen. Per-Ingvar Brånemark, ein schwedischer Orthopäde und Dozent für Anatomie setzte im Jahr 1965 dem Taxifahrer Gösta Larsson erstmals Zahnimplantate aus Titan ein. Brånemark, ein bedeutender Pionier der Zahnmedizin, prägte ein Jahr später den Begriff der Osseointegration und hat gezeigt, dass der menschliche Körper die Integration von Titan in lebendiges Knochengewebe toleriert. 1982 stellte er das Prinzip der Osseointegration von Titanimplantaten erstmals auf einem Kongress vor: ein Meilenstein der Zahntechnik und der Zahnheilkunde. Der Vater der Implantologie starb im Jahr 2014 im Alter von 85 Jahren.

 

Implantat 4.0: TRI Dental
Es ist nicht bekannt, ob Per-Ingvar Brånemark die Gründung der TRI Dental Implants im Herzen der Schweiz mitbekommen hat. Wir gehen davon aus, dass er den Pioniergeist und den Innovationswillen des TRI-Gründers Tobias Richter gutgeheißen hätte. Richter hat im Jahr 2011 mit seinem Team ein neues Kapitel in der Geschichte der Implantologie aufgeschlagen. Begonnen hat alles mit dem Implantatsystem auf Bone-Level: TRI Performance Concept. Und jetzt, im Jahr 2021, schreibt TRI erneut Geschichte. Vor wenigen Monaten wurde das matrix® Implantatsystem vorgestellt, bei dem erstmals kein intermediäres Teil (Abutment) zwischen Implantat und Krone benötigt wird. Visionäres Ziel der Dental-Pioniere ist die perfekte Verbindung zwischen hochmodernen prothetischen Versorgungen und dem Implantatsystem matrix® ohne Abutment und ohne Zementierung.

 

Mehr Information über diese technische Revolution unseres Portfoliounternehmens TRI finden Sie hier: t1p.de und hier: t1p.de

Foto: Familienarchiv Holger Kast, Head of T&E bei TRI Dental Implants Int. AG